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Umsetzung der Versicherungs-Vermittlerrichtlinie (IDD)

01.12.2015

Die Bundesregierung muss die Versicherungs-Vermittlerrichtlinie (IDD) in deutsches Recht umsetzen. Es geht unter anderem um Verbraucherschutz und Transparenz.


Sehr geehrte Leser,

die Frist läuft. Die Bundesregierung hat ab dem Frühjahr zwei Jahre Zeit, die Versicherungs-Vermittlerrichtlinie, im englischen Original „Insurance Distribution Directive (IDD)“, in deutsches Recht umzusetzen. Neben vielen neuen Regelungen zum Versicherungsvertrieb, die den Verbraucherschutz und die Transparenz in der Versicherungsbranche erhöhen sollen, sieht die IDD auch konkrete Vorgaben an die Eignung und Weiterbildung der Versicherungsvermittler vor.

In Hinblick auf die Weiterbildung ist die deutsche Versicherungswirtschaft gut aufgestellt. Die Weiterbildungsverpflichtung im Umfang von 15 Stunden, die in der IDD vorgeschrieben ist, wird von den Vermittlern, deren Verbände im BDWi organisiert sind, deutlich übertroffen. Viele Verbände, deren Mitglieder in der Versicherungsvermittlung tätig sind, engagieren sich in der branchenweiten Weiterbildungsinitiative „gut beraten“. Die Initiative sieht jährlich 40 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten, das entspricht 30 Stunden, Weiterbildung vor. Andere Vermittlerverbände verpflichten ihre Mitglieder zu vergleichbaren jährlichen Weiterbildungen. 

Wir begrüßen ausdrücklich, dass Kommission und Parlament von einem Provisionsverbot bei der Vermittlung von Versicherungen Abstand genommen haben. Das hätte einen großen Teil der Bevölkerung faktisch von der Beratung ausgeschlossen. Nur für einen kleinen Teil der Bevölkerung ist Beratung ohne Vermittlung einer passenden Versicherung attraktiv. In der Regel handelt es sich dabei um Menschen mit höherem Einkommen. Bei einer Beratung ohne Vermittlung von Versicherungsprodukten wird ein Stundenhonorar fällig. Das ist für alle Kunden gleich hoch. Bei der Beratung gegen Provision oder Courtage sind die Versicherungssumme und die Betreuung nach Vertragsabschluss die maßgeblichen Kriterien für die Kosten. Das ist fairer, weil auch die Betreuung des Vertrages mitvergütet wird. Es gewährleistet auch ein Stück sozialen Ausgleich. Verträge mit höheren Versicherungssummen, die oft von Menschen mit höherem Einkommen abgeschlossen werden, tragen einen höheren Anteil an den Kosten der Versicherungen.    

Mit freundlichen Grüßen

Michael H. Heinz

Präsident des BDWi


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