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Klimawandel – einfach nur eine gute Geschichte?

13.08.2019

Sehr geehrte Leser, der Klimawandel ist das Thema Nr. 1 in der deutschen Politik.


Das hat sich seit der Unterzeichnung des Pariser Abkommens abgezeichnet. Der Sommer mit den vielen heißen Tagen im letzten Jahr hat dem Thema zusätzlichen Schwung verliehen. Es gibt mit den Grünen eine Partei, der eine besonders große Lösungskompetenz beim Klimawandel zugewiesen wird. Greta Thunberg, an der Spitze der Fridays for Future Bewegung und der amerikanische Präsident Trump stehen vermeintlich für Gut und Böse. Immer wieder betonen Wissenschaftler, dass die Zeit knapp wird, um eine Lösung für den Klimawandel zu finden.

Damit enthält das Thema Klimawandel alle Bestandteile für eine wirkungsvolle Geschichte. Es gibt Gut und es gibt Böse. Der Klimawandel ist für alle Bürger an heißen Sommertagen vermeintlich erlebbar. Mit dem Zeitdruck entsteht Spannung. Bestandteile der Geschichte werden regelmäßig in den Medien wiederholt. Es gibt eine Lösung – Katharsis – die unmittelbar mit den Grünen verknüpft ist. Warum ist es für die anderen Parteien so schwer, eine bessere Geschichte zu erzählen?

Deutschland war im Jahr 2016 nur für 2,3 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Dieser Anteil wird weiter sinken. Deutschland wird das Klima aber nicht alleine retten können. Eine verantwortliche und effektive Klimaschutzpolitik muss sich darauf konzentrieren, in den Ländern CO2 einzusparen, wo der Ausstoß am stärksten wächst. Das könnte der Grundpfeiler für eine erfolgreiche Geschichte sein.

Deutschland geniesst weltweit eine hohe Akzeptanz für gute Technologie und faire Partnerschaft. Die Entwicklungszusammenarbeit zu stärken und zwar mit den Ländern, die einerseits die größten Verursacher sind und anderseits viel stärker unter dem Klimawandel leiden werden als Deutschland, wäre effektiver als alle Strategien, über die aktuell diskutiert wird. Das kommt bei den Bürgern vielleicht besser an als Flugverbote und höhere Preise für das Heizen von Wohnungen oder das Fahren von Autos?
Mit freundlichen Grüßen  

Michael H. Heinz

Präsident des BDWi


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