Aktuelles über den BDWi
BDWi RSS News

Klimaschutz und E-Fuels – Technologieoffenheit bei der Verkehrswende

29.08.2018

Sehr geehrte Leser, synthetische Kraftstoffe, sogenannte E-Fuels, könnten bereits heute eine sinnvolle Ergänzung – wenn nicht gar eine Alternative – zu batteriebetriebenen Fahrzeugen sein.


E-Fuels sind nahezu emissionsfrei. Sie entstehen, indem man Wasserstoff und Kohlendioxid mittels erneuerbarem Strom zu einem treibhausgasneutralen Kohlenwasserstoff zusammensetzt.

Die Ideen zur Herstellung von E-Fuels sind nicht neu. Wenn die deutsche Automobilindustrie bereits Anfang der 90er Jahre das Thema forciert hätte, als BMW, Daimler und VW allesamt neue batteriebetriebene Elektroautos entwickelt haben, wären wir heute einen großen Schritt weiter. Leider wird inzwischen der Verbrennungsmotor – ein Wunderwerk deutscher Ingenieurskunst – zur Disposition gestellt. Mit E-Fuels hätte die Technologie eine Zukunft. Wie das gehen könnte, zeigen zwei aktuelle Studien der dena (Deutsche Energie-Agentur) und des Prognos-Instituts.

Zur Produktion von E-Fuels sind große Strommengen erforderlich. Als Produktionsstandorte bieten sich Regionen an, die regelmäßig viel Sonne und Wind haben. Das gilt für Nordafrika oder Länder wie Kasachstan. Hier wird aus einem innenpolitischen ein außenpolitisches Thema. Bei Investitionen in diese Produktionsstandorte schlägt sich das größere Risiko in höheren Zinsen nieder. Die Projekte bringen für die beteiligten Länder erhebliche Chancen mit sich. Wüstenregionen, die bislang für keinerlei Nutzung geeignet sind, könnten einen deutlichen Beitrag zum Bruttosozialprodukt ihre Länder leisten. Einerseits würden regelmäßige Einnahmen entstehen. Hinzu kämen Arbeitsplätze in strukturschwachen Regionen.

Um E-Fuels zu einem Erfolg zu machen, wäre ein klares Bekenntnis der Bundesregierung erforderlich. Das sollte mit einer Förderung der einschlägigen Forschung einhergehen, um die Produktionsverfahren zu verbessern. Sinnvoll wäre zudem eine politische Idee, wie der Markthochlauf von E-Fuels politisch begleitet werden kann.       

Mit freundlichen Grüßen

Michael H. Heinz

Präsident des BDWi


Kontakt  |  Sitemap  |  Impressum  |  Datenschutzerklärung  |  Home  |