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Storytelling in der Politik – Instagram und mehr

13.08.2019

Seit Jahren ist Storytelling eines der meistgenutzten Buzzwords in der Kommunikation.


 

Wie es in den Begriff drinsteckt, geht es darum Geschichten zu erzählen. Das können Geschichten von Personen sein, die damit ein ganz konkretes Kommunikationsziel erreichen wollen. Es können aber auch Geschichten von Unternehmen, Organisationen oder Parteien sein, die damit ihr Image oder ihre Marke stärken.

Wenn Geschichten oder Bestandteile von Geschichten in Echtzeit und unmittelbar erzählt werden sollen, ist die Story-Funktion von Instagram dafür ein effektives Instrument. Instagram bietet seinen Nutzern zahlreiche Werkzeuge an, um Geschichten lebendiger zu erzählen und die Nutzer zur Interaktion zu motivieren. Das Spektrum erstreckt sich von Umfragen bis zu den zahlreichen Emojis. Ein zusätzlicher Ansporn für die Nutzer ist eingeschränkte Verfügbarkeit der Inhalte für nur 24 Stunden. Hinzu kommt, dass die Inhalte mit dem Smartphone unmittelbar konsumiert werden.

Storytelling

Wer Storytelling oder Bestandteile von Storytelling für die Kommunikation nutzen möchte, muss eine Geschichte zu erzählen haben. In der politischen Kommunikation sind diese Geschichten oft sehr naheliegend. Es kann zum Beispiel ein Bundestagsabgeordneter oder ein Verband sein, der sich für ein Thema beziehungsweise Anliegen engagiert und dieses Anliegen gegen Widerstände verteidigt und es vielleicht erfolgreich löst. Bei sehr konkreten Themen und Anliegen werden die Bestandteile der Technik gut sichtbar.

Eine Wahlkreisgeschichte

Wenn ein kleiner Ort im Wahlkreis eines Abgeordneten eine schlechte Verkehrsanbindung hat, leiden die Bewohner darunter. Ältere Menschen kommen nicht zum Arzt oder Supermarkt. Pendler sind auf ein Auto angewiesen. Kinder müssen von ihren Eltern immer gefahren werden. Für das Problem gibt es zahlreiche Lösungsmöglichkeiten: Ausbau des ÖPNV, spezielle Taxiangebote, Carsharing, und vieles mehr. Die Geschichte ist geschrieben. Die Rolle des Abgeordneten ist klar: Gespräche führen, Widerstände überwinden, Öffentlichkeit organisieren. Daraus lässt sich eine gute Geschichte stricken, bei der das Problem am Ende vielleicht erfolgreich gelöst werden kann. Hier spielen Instagram und andere Social-Media-Kanäle des Abgeordneten ihre Stärken aus. Der Abgeordnete erzählt die Geschichte aus seinem Blickwinkel. Er stellt seine eigene Rolle in den Vordergrund. Das wird aber nur erfolgreich sein, wenn er über genug Reichweite im Wahlkreis verfügt und zusätzlich regionale Micro-Influencer davon überzeugen kann, seine Geschichte zu verbreiten.

Und Verbände?

Viele Storytelling-Bestandteile (Personalisierung, Emotionalisierung, usw.) werden schon seit langem von Verbänden   genutzt. Verbände engagieren sich für die Interessen ihrer Mitglieder.
Dabei unterliegen Branchenthemen den gleichen Gesetzmäßigkeiten wie die politischen Auseinandersetzungen zwischen den Parteien. Politische Interessen müssen mit Fakten untermauert sein. Sie werden im besten Fall von glaubwürdigen Unternehmerpersönlichkeiten „auf Betriebstemperatur“ vertreten. Emotionen gehören bei der Politik dazu. Dabei ist ein guter und fairer Umgang zwischen Politikern und Verbandsvertretern selbstverständlich.

Verbände kommunizieren ihre Arbeit regelmäßig gegenüber ihren Mitgliedern. Das geschieht auf Mitgliederversammlungen, in Verbandszeitschriften und auch immer häufiger in sozialen Medien. Jedes Verbandsthema ist im Alltag der Verbandsmitglieder abgebildet. Wenn der Verband über ein politisches Gespräch – zum Beispiel zur Besteuerung des Ausgleichsanspruchs für Handelsvertreter – berichtet, sind seine Mitglieder davon direkt betroffen. Aus der Arbeit des Verbandes zu einem Branchenthema, dass von der breiten Bevölkerung nicht wahrgenommen wird, entsteht für die betroffenen Unternehmer eine relevante und packende Geschichte.


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