Kommentar von BDWi-Präsident Heinz zum Rentenpaket

Bundesarbeitsminister Heil und Bundesfinanzminister Lindner haben ein Rentenpaket vorgelegt. BDWi-Präsident Heinz über deutliche Kritik.

112 Milliarden Euro Bundeszuschuss an die gesetzliche Rente in diesem Jahr und das bei einem Bundeshaushalt in Höhe von 476,8 Milliarden Euro; jetzt schlägt die Ampel eine weitere Festschreibung des Rentenniveaus auf 48 Prozent vor. Eine Festschreibung bis zum Jahr 2040 würde über 450 Milliarden Euro kosten.

Die gesetzliche Rente läuft aus dem Ruder. Irgendwann wird der Zeitpunkt kommen, an dem eine Bundesregierung das Zuschusssystem in Frage stellen muss. Und auch das #Generationenkapital der FDP ist nicht mehr als weiße Salbe. Wenn der Bund jetzt zusätzliche Schulden aufnimmt, um damit später Bundeszuschüsse an die gesetzliche Rentenversicherung zu zahlen, ist das „Prinzip rechte Tasche linke Tasche“.
Bessere Vorschläge für eine nachhaltige gesetzliche Rente liegen längst auf dem Tisch: ein höheres Renteneintrittsalter, die Abschaffung der Mütterrente und der Rente mit 63 und eine grundlegende Überprüfung der versicherungsfremden Leistungen.

Aber hat die Bundesregierung dafür genug Mut? Hoffentlich hat sie zumindest genug Mut, um noch in dieser Legislaturperiode die private Altersvorsorge attraktiver zu gestalten.    

Michael H. Heinz, Präsident des BDWi

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