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Mitgliederversammlung des BDWi – Neues aus der Dienstleistungswirtschaft

09.07.2020

Am 8. Juli trafen sich die Mitglieder des Bundesverbandes der Dienstleistungswirtschaft (BDWi) zur Mitgliederversammlung.


Im Mittelpunkt stand die Corona-Krise. Der BDWi hat in den letzten Monaten zahlreiche Gespräche – insbesondere mit dem Bundeswirtschaftsministerium – organisiert, um Auswirkungen auf einzelne Branchen und geeignete Maßnahmen zu diskutieren.

Darüber hinaus berichtete BDWi-Präsident Michael H. Heinz über die Arbeit des Verbandes im letzten Jahr und gab einen Ausblick auf die Zukunft. Die Vertreter der Mitgliedsverbände erläuterten die Schwerpunkte ihrer Verbandsarbeit. Präsident Heinz dankte dem Bundesverband Automatenunternehmer (BA) für die Bereitstellung der Tagungsräume.  

Verbandspolitik in der Corona-Krise

Verbandsarbeit hat sich in den letzten Monaten grundlegend verändert. Persönliche Treffen und Gespräche haben Seltenheitswert. Präsenzveranstaltungen finden nicht mehr statt. Video- und Telefonkonferenzen rücken in den Vordergrund.

Der BDWi hat sehr schnell auf das „new normal“ reagiert und für seine Mitgliedsverbände zwei Telefon/Video-Konferenzen mit der Dienstleistungsabteilung des Bundeswirtschaftsministeriums während des Lockdowns organisiert. Ziel war es, über die Auswirkungen der Corona-Krise in den einzelnen Branchen zu berichten und über Maßnahmen zur Eindämmung der Wirtschaftskrise zu diskutieren. Analog dazu fanden Telefonkonferenzen mit zuständigen Bundestagsabgeordneten statt; zum Beispiel mit den für Wirtschaft zuständigen stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Sören Bartol (SPD) und Michael Theurer (FDP) sowie dem finanzpolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Lothar Binding. BDWi-Präsident Heinz nahm an mehreren Videokonferenzen mit Bundeswirtschaftsminister Altmaier teil und hat in diesem Rahmen einen Bericht über die aktuelle Situation in den BDWi-Branchen abgegeben und aus deren Perspektive Vorschläge unterbreitet.    

Arbeit des BDWi seit der letzten Mitgliederversammlung

Vor der Corona-Zeit hat der BDWi für seine Mitglieder Gespräche und Veranstaltungen organisiert. Ein Höhepunkt war der Meinungsaustausch mit Bundeswirtschaftsminister Altmaier. Der Empfang zum Jahresausklang in der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft mit mehr als 30 teilnehmenden Bundestagsabgeordneten war auch im letzten Jahr sehr erfolgreich. Die Veranstaltungen des BDWi behandelten aktuelle Themen, zum Beispiel die Klimapolitik mit Dr. Lukas Köhler FDP-MdB. Sie behandelten aber auch Fragen der politischen Kommunikation, zum Beispiel mit den beiden Herausgeberinnen von „Insta Politik“ Janine Klose und Lara Urbaniak. Die BDWi-Aktion „Praxis für Politik“ war mit 90 vermittelten Politikerpraktika ein voller Erfolg.

Auch im letzten Jahr hat der BDWi die Gesetzgebung der Bundesregierung mit Stellungnahmen, Artikeln und Pressemeldungen begleitet. Zu einigen Gesetzesinitiativen wurden gemeinsame Stellungnahmen mit den Mitgliedsverbänden erarbeitet; zum Beispiel zum Klimaschutz und zur Rentenpolitik.

Projekte im nächsten Jahr

Corona ist noch nicht vorbei. Die Zeit bis zur Bundestagswahl wird von der Corona-Wirtschaftskrise geprägt sein. Wann es für die deutsche Wirtschaft wieder nach oben geht, ist noch nicht absehbar.
Für die Verbandsarbeit stehen auch weiterhin digitale Formate im Fokus. Darum werden sich die BDWi-Mitgliedsverbände verstärkt zu den darin liegenden Chancen austauschen, um von den Erfahrungen anderer Verbände zu profitieren. Dabei rückt auch die digitale Kommunikation verbunden mit der Nutzung von Social Media stärker in den Vordergrund. Passend dazu wird der BDWi eine gemeinsame Positionierung zum Thema Home-Office erarbeiten.

Der BDWi wird aber wie in den letzten Jahren Gespräche mit politischen Gesprächspartnern und Veranstaltungen organisieren. Auch die Aktion „Praxis für Politik“ und der Empfang zum Jahresabschluss in der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft sind bereits geplant.

Aus den Verbänden

Passend zur Ratspräsidentschaft der Bundesregierung erhält das Thema „sustainable finance“ immer mehr Aufmerksamkeit, insbesondere verbunden mit der Frage, wie und ob Industrieprojekte, die nicht ins Nachhaltigskeitsdogma passen, in Zukunft finanziert werden können. Im Mittelpunkt stehen für die Mitgliedsverbände des BDWi die Auswirkungen der Corona-Krise. Unternehmensnahe Dienstleister (Zeitarbeit, Sicherheitswirtschaft, Geldtransporte) rechnen mit einem Rückgang der Umsätze. Deren Kunden ändern ihr Nachfrageverhalten, es finden weniger Kongresse und Veranstaltungen statt. Die Industrieproduktion geht zurück. Auf der anderen Seite könnte auch der Effekt eintreten, dass die Rezession die Gewinnung neuer Mitarbeiter erleichtert. Das gilt auch für die Unternehmen des gewerblichen Glücksspiels. Die Branche leidet stark unter der jüngsten Regulierungswelle, die dazu geführt hat, dass Spielhallen geschlossen und Geräte in der Gastronomie abgebaut werden mussten. Mit dem Bewacherregister für die Sicherheitswirtschaft liegt ein Regulierungsbeispiel vor, dass in der Umsetzung mehr schlecht als recht vorankommt. Die Versicherungsvermittler und Finanzdienstleistungsvermittlern leiden unter Stornierungen und erheblichen Einbrüchen beim Neukundengeschäft. Das gilt für die Privatkundenversicherungen in stärkerem Ausmaße als beim Unternehmenskundengeschäft. Ob vor diesem Hintergrund eine höhere Belastung der Branche durch einen Wechsel der Aufsichtszuständigkeit hin zur Bafin, wie es der Bundesregierung vorschwebt, sinnvoll ist, darf bezweifelt werden. Für andere Branchen, wie zum Beispiel die Baumschulen, hat die Situation auch positive Effekte. Ein Teil der Konjunkturpakete wird die Bauwirtschaft ankurbeln.   

Fazit

Auch unter Corona-Bedingungen nutzten die Mitglieder des BDWi die Gelegenheit, sich gegenseitig auf den neuesten Stand zu bringen und gemeinsame Projekte und Ideen zu besprechen. Präsident Heinz dankte allen Teilnehmern für ihren engagierten Einsatz und die gute Zusammenarbeit.


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