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Den mündigen Verbraucher fördern

20.07.2017

Die Verbraucher haben es heutzutage nicht leicht. Waren- und Dienstleistungsangebote, die auf den ersten Blick transparent und ohne Haken und Ösen daherkommen, sind womöglich keinesfalls vorteilhaft.


Die Welt ist kompliziert. Darum brauchen wir ein Zurück zum Leitbild des mündigen Verbrauchers. Dafür ist es nicht hilfreich, dass Verbrauchern komplizierte Entscheidungen abgenommen werden, zum Beispiel durch einen Staatsfonds bei der zusätzlichen Altersvorsorge.      

Statements:

„Bargeld bedeutet Freiheit. Wer es begrenzen oder abschaffen will, nimmt den Bürgern diese Freiheit und ein Stück Sicherheit im Umgang mit den eigenen Daten.“ Michael Mewes, Präsident der  Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Wertdienste e. V. (BDGW)

„Provisionen und Courtagen zur Vergütung von Versicherungsvermittlern sichern die qualifizierte Beratung der Verbraucher ohne Kostenrisiko für den Verbraucher“ Gerald Archangeli, Vizepräsident des Bundesverbandes Deutscher Versicherungskaufleute e. V. (BVK) 

„Für Unfallgeschädigte ist eine neutrale Auskunftstelle für die Frage zu schaffen, wer für seine Ansprüche einzutreten hat. Die Interessenvertretung der Versicherer mit ihrem ,Zentralruf‘ ist dafür völlig ungeeignet“ Reinhard Ott, Inhaber der Autovermietung Ott in Deining 

Handlungsfelder:

Keine Abschaffung oder Begrenzung des Bargeldes

Die Dienstleistungswirtschaft ist – ungeachtet der teils wenig gehaltvollen Diskussionen rund um das Bargeld – gegen jegliche Form von Beschränkung bei Bargeldtransaktionen, gegen die Abschaffung von weiteren Nominationen und gegen die Abschaffung des Bargeldes insgesamt.

Bargeld verkörpert Freiheit und ist eines der wichtigsten Wirtschaftsgüter. Es schützt vor Komplettkontrollen durch Digitalkonzerne und den Staat. Bargeld hat einen hohen Nutzen. Es dient als Zahlungs- und Wertaufbewahrungsmittel. Es ist das einzige gesetzliche und zugleich meistgenutzte Zahlungsmittel bei rund 80 Prozent aller Transaktionen am Verkaufsort (Point of Sale). Bargeld ist schnell, einfach, effizient, anonym und sicher. Es ist Instrument zur Ausgabenkontrolle und Haushaltsplanung. Bargeld ist das kostengünstigste Zahlungsmittel: Nach einer EHI-Bundesbank-Münzgeldstudie im Jahr 2015 zu Kosten des Bargeldhandlings werden die Kosten für Giro-, Debit- und Kreditkarten zwischen 2 bis 3 Prozent beziffert, während die Kosten der externen Bargeldlogistik durch Unternehmen des Handelsverbandes Deutschlands (HDE) selbst mit lediglich 1,5 bis 2,3 Prozent des bearbeiteten Geldwertes angegeben werden. 

Beratung auf Provisions- und Courtagebasis erhalten

Ohne eine zusätzliche private Altersvorsorge droht Altersarmut. Nur auf die gesetzliche Absicherung zu setzen, reicht nicht aus. Ohne den Vertrieb – also die Vermittler von Versicherungen und Finanzdienstleistungen – würden viele Bürger nicht ausreichend für das Alter vorsorgen. Denn die Bereitschaft der Menschen, freiwillig und ohne Impuls von außen vorzusorgen, ist sehr gering. Ähnlich verhält es sich mit anderen Risiken, die privat abgesichert werden müssen, wie zum Beispiel mit dem Haftpflichtrisiko. In Deutschland haben sich Courtage- und Provisionssysteme zur Entlohnung der Vermittler bewährt. Die Vorteile liegen auf der Hand. Die Regelungen sind gerecht. Vermögende Kunden tragen einen höheren Kostenanteil als Kunden, die nur geringe Beiträge aufbringen. Damit findet eine Quersubventionierung statt. Die Vermittler haben ein hohes Interesse, langfristig mit ihren Kunden zusammenzuarbeiten. Nur darum sind sie bereit, Versicherungen zu vermitteln, die ihnen nur wenige Euro Provision einbringen wie die Haftpflicht. Sie sind Ansprechpartner für ihre Kunden und vertreten deren Interessen gegenüber den Versicherungsgesellschaften.  

Der GDV-Zentralruf darf nicht zum Schadenmanagement genutzt werden

Die Kfz-Haftpflichtversicherer unterhalten im Auftrag der öffentlichen Hand einen so genannten Zentralruf, betrieben vom Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV). Dort kann ein Unfallopfer erfragen, welcher Versicherer hinter dem unfallgegnerischen Kraftfahrzeug steht. Der GDV gibt aber regelmäßig nicht nur diese Auskunft, sondern stellt telefonische Anfragen direkt an den Versicherer durch. Auf den ersten Blick ist dieser Kontakt des Geschädigten mit dem eintrittspflichtigen Versicherer etwas Positives. Allerdings nutzen die meisten Versicherer den Sofortkontakt für ihr „Schadenmanagement“. Das führt dazu, dass viele Unfallopfer die ihnen zustehenden Rechte zum vollständigen Schadensersatz nicht nutzen können. Wer davon abgehalten wird, sich an neutraler Stelle hinsichtlich seiner Rechte zu erkundigen oder diese neutral beziffern zu lassen, kann sie nicht durchsetzen, schon weil er sie nicht kennt.


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