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Netzwerkveranstaltung „Vertrieb digital“

18.06.2019

Startups, Fintechs und Insuretechs treffen den klassischen Vertrieb von Versicherungen und Finanzdienstleistungen.


Von links: Martin Klein (VOTUM), Ralf-Michael Löttgen (BDWi), Richard Renner (Perseus), Andreas Vollmer (BVK) und Dr. Hans-Georg Jenssen (BDVM)

Die Verbände BDVM, BDWi, BVK und VOTUM und das das Cybersicherheits-Unternehmen Perseus haben zum zweiten Mal Startups, Fintechs und Insuretechs mit dem klassischen Vertrieb von Versicherungen und Finanzdienstleistungen zusammengebracht. 13 Unternehmen haben ihre Geschäftsmodelle den 70 Teilnehmern vorgestellt. Es ging um das sich wandelnde Kundenverhalten, um Vermittlerinteressen und die neuesten Trends in der digitalen Vertriebsunterstützung. Veranstaltungsort war die Eventetage im von Scaling Spaces betriebenen Fintech-Hub H:32 mit einem eindrucksvollen Ausblick über das alte West-Berlin.

Panel zur Zukunft des Versicherungs- und Finanzvertriebs

„Im Kern muss sich alles ändern, damit es so bleiben kann, wie es ist.“ Da hat Dr. Hans-Georg Jenssen (Bundesverband Deutscher Versicherungsmakler BDVM) vermutlich recht. Die Pitches haben deutlich gemacht, dass der klassische Vertrieb von Versicherungen und Finanzdienstleistungen die Herausforderungen der Digitalisierung annehmen muss. Die pitchenden Unternehmen sind den Erwartungen von Andreas Vollmer (Bundesverband der Deutschen Versicherungskaufleute BVK) gerecht geworden. „Wir wünschen uns viele gute Ideen, die heute durch den Raum fliegen werden“, so Vollmer. Für Vermittler wird es immer einfacher, Kundendaten und Schadensfälle zu bearbeiten. Social Media und digitale Kommunikation bieten Chancen, den Vertrieb effektiver zu gestalten. Dass die Zusammenarbeit von Seiten der Digitalwirtschaft gewünscht ist, macht Richard Renner (Perseus) deutlich: „Kooperation ist unser Motto und die beginnt bei der Vertriebsunterstützung und der gemeinsamen Vertriebskommunikation - analog wie digital.“

Regulierung analog zur Zahlungsdiensterichtlinie (PSD II)?  

Nichtsdestotrotz verfolgen viele Digitalunternehmen das Ziel, den Vertrieb von Versicherungen und Finanzdienstleistungen zu übernehmen. Interessant ist ein Blick auf die Bankenwelt.
Die Zahlungsdiensterichtlinie ermöglicht es Inhabern von Bankkonten, ihre Banken zu veranlassen, externen Unternehmen Einblick in ihre Kontodaten zu gewähren. Damit verlieren die Banken ihre Hoheit über die Zahlungsdaten ihrer Kunden. Ihnen droht die Gefahr, dass die Kundenschnittstelle von der Konkurrenz übernommen wird. Ob die Europäische Kommission eine analoge Regulierung für Versicherungskonten anstrebt, ist offen. Eine wichtige Rolle könnte eine Gesetzesinitiative der Bundesregierung spielen. Diese plant eine zentrale Auskunftstelle für die private und gesetzliche Altersvorsorge. Allen Bürgern soll es damit ermöglicht werden, jederzeit einen Überblick über ihre Altersvorsorge zu erhalten. Die Initiative kommt aber nicht so richtig vom Fleck. Damit droht der Versicherungswirtschaft eine Regulierung analog zur PSD II, verbunden mit dem Recht der Kunden, ihre Versicherungsdaten zur Altersvorsorge selbständig anderen Unternehmen zur Auswertung zur Verfügung zu stellen. „Wenn es nicht gelingt, eine zentrale Auskunftstelle einzurichten, droht der Versicherungswirtschaft eine Regulierung analog zur PSD II. Damit hätten die Kunden das Recht, anderen Marktteilnehmern Einblick in ihre Versicherungskonten zu ermöglichen“, wie Martin Klein (VOTUM Verband Unabhängiger Finanzdienstleistungs-Unternehmen in Europa) passend analysiert.

Welche Unternehmen haben gepitcht?

CLARK, Deutsche Familienversicherung, DOMCURA, easyROBI, ELEMENT, finhome, Franke und Bornberg (FB), makler.de, MongoDB, OptioPay, Pair Finance, Perseus, Policen Direkt.

Foto: Perseus


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