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Sichere Altersvorsorge – was muss getan werden?

01.12.2017

Sehr geehrte Leser, es ist noch nicht klar, ob wir in nächster Zeit erneut Koalitionsverhandlungen erleben, oder ob in den nächsten Monaten ein neuer Bundestag gewählt wird.


Unstrittig ist, dass in beiden Szenarien die Rentenpolitik eine wichtige Rolle spielen wird. Die Debatte lässt sich in die Stränge gesetzliche Rentenversicherung und zusätzliche, eigenverantwortliche, private Altersvorsorge trennen. 

Um das Vertrauen in die gesetzliche Rentenversicherung zu stärken, haben wir mit dem Äquivalenzprinzip und der Finanzierung versicherungsfremder Leistungen geeignete Hebel. Gesamtgesellschaftliche Leistungen müssen aus Steuern finanziert werden. Was wie ein Allgemeinplatz klingt, ist alles andere als profan. Es geht politischer Spielraum verloren, wenn zusätzliche Leistungen nicht über Sozialversicherungsbeiträge finanziert werden können, sondern direkt aus dem Bundeshaushalt bestritten werden müssen.

Mehr Spielraum sehen wir bei der Stärkung der eigenverantwortlichen Altersvorsorge. Es ist wichtig, die richtigen Anreize zu setzen, um Menschen zu motivieren, für das Alter vorzusorgen. Das hat eine viel höhere Durchschlagskraft als die Besserstellung kleiner Zielgruppen bei der gesetzlichen Rente; Stichwort Mütterrente und Rente mit 63. Die Maßnahmen hierfür sind vielschichtig. Eine attraktivere Anrechnung der privaten Altersvorsorge auf die Grundsicherung, eine höhere Riester-Förderung, aber auch die Stärkung der Beratung und des Vertriebs zur privaten Altersvorsorge kommen in Frage. Nicht sinnvoll sind kollektive Lösungen wie die Einführung einer Bürgerversicherung oder ein Standartaltersvorsorgeprodukt. Die Anforderungen der Bürger sind komplex und individuell. Das muss sich auch in der Altersvorsorge wiederspiegeln.  

Mit freundlichen Grüßen

Michael H. Heinz

Präsident des BDWi


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