Aktuelles über den BDWi
BDWi RSS News
Besuchen Sie uns auf Facebook
Folgen Sie uns auf Twitter

Mehr Wohnraum und verdichtete Städte – geht das zu Lasten der Grünflächen?

01.04.2017

Es spricht vieles dafür, dass grüne Städte eine bessere Lebensqualität für die Bewohner gewährleisten.


Sehr geehrte Leser,

Deutschland wächst. In vielen Städten und Regionen unseres Landes wird fleißig gebaut. Laut dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) müssen bis 2020 pro Jahr durchschnittlich 270.000 Wohnungen gebaut werden, um der Nachfrage gerecht zu werden. Das bleibt für den Bestand an städtischen Grünflächen nicht folgenlos. Wenn die Versiegelung des Bodens zunimmt und der Bestand an Pflanzen und Bäumen zurückgeht, leidet die Lebensqualität der Stadtbewohner. Kann das vermieden werden? 

Der Trend weist in eine andere Richtung. Das im Bundesbaugesetz vorgesehene „urbane Gebiet“ bringt eine massive Verdichtung in der Bebauung. In den Kommunen fehlt oft Geld und Know-how für die Anlage und die Pflege von Grünanlagen. Gestaltetes Grün ist zwar in aller Munde, aber nicht selten handelt es sich nur um Lippenbekenntnisse der Verantwortlichen. Das Weißbuch der Bundesregierung „Grün in der Stadt“, das im Mai veröffentlicht wird, ist ein Anfang. Wir brauchen jedoch schnell Taten, sonst gehen im Klimawandel die natürlichen Klimaanlagen Bäume zugrunde.

Es spricht vieles dafür, dass grüne Städte eine bessere Lebensqualität für die Bewohner gewährleisten. In heißen Sommermonaten werden die Temperaturen um einige Grad abgesenkt. Filterleistungen und Veränderungen der Luftströme verringern die Schadstoffbelastungen der Luft, insbesondere in Hinblick auf Feinstäube aber auch Stickoxide. 

Mit dem Bau von Grünanlagen in den Städten ist es allerdings nicht getan. Wenn Grünanlagen nicht ausreichend gepflegt werden, können sie ihre Funktion nicht erfüllen. Hier stoßen viele Kommunen an Grenzen. Eine qualifizierte Pflege von Grünanlagen muss im Haushalt abgebildet werden. In Anbetracht der Konkurrenz zu anderen obligatorischen Aufgaben wird hier häufig der Rotstift angesetzt. Das ist jedoch sehr kurzfristig gedacht. Wenn Pflanzen und Bäume in Folge mangelhafter Pflege so stark angeschlagen sind, dass sie ersetzt werden müssen, entstehen am Ende viel höhere Kosten.

Mit freundlichen Grüßen

Michael H. Heinz Präsident des BDWi


Kontakt  |  Sitemap  |  Impressum  |  Home  |