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Bar oder unbar zahlen – entscheidet der Verbraucher auch in Zukunft selber?

01.03.2017

Bargeldnutzung bedeutet ein Stück Freiheit und Sicherheit für den Nutzer.


Sehr geehrte Leser,

Bargeld ist in Deutschland das beliebteste Zahlungsmittel. Gemessen am Gesamttransaktionsvolumen der deutschen Volkswirtschaft beträgt der Bargeldanteil rund 60 Prozent. Dies wird sich aber, auf lange Sicht, zugunsten unbarer Zahlungsmittel verschieben, wenn die Entwicklung wie in den letzten Jahren fortschreitet. Immer mehr der alternativen Zahlungsmethoden kommen auf den Markt. Zahlungen mit EC- oder Kreditkarten sind bereits völlig normal geworden. Aber es kommen immer neue Technologien hinzu – sei es die Zahlung mit dem Handy, über PayPal oder giropay. Die Möglichkeiten der mobilen und kontaktlosen Bezahlverfahren werden vielseitiger und mit dem Fortschreiten der technischen Möglichkeiten werden neue Systeme auf den Markt gebracht.

Neben der direkten Konkurrenz am sogenannten „Point of Sale“, an dem der Kunde entscheidet, ob er bar oder unbar zahlen möchte, treibt auch der Online-Handel die Nutzung unbarer Zahlungsmittel voran. Es gibt nur wenige Optionen für Onlinenutzer, trotz einer Online-Bestellung bar zu zahlen.

In Deutschland herrscht ein regelrechter Kampf um, beziehungsweise gegen das Bargeld. Dem Bürger wird das Bargeld regelrecht madig gemacht – durch eine mögliche Bargeldobergrenze, die Abschaffung des 500-Euro-Scheins und nicht zuletzt durch Studien, die Bargeld als Mittel für Geldwäscher, Terrorismus und Kriminelle bezeichnen. Mit der Realität hat dies aber wenig zu tun. Im fast bargeldlosen Schweden ist die Schattenwirtschaft größer als im „Bargeldland“ Schweiz. In Ländern mit Bargeldobergrenzen, wie Italien, ist die Mafiastruktur erheblich ausgeprägter als in Ländern ohne Obergrenze. 

Bargeldnutzung bedeutet ein Stück Freiheit und Sicherheit für den Nutzer. Über die Ausgabe selbst und weitere damit verbundenen Informationen, wie das Nutzungsverhalten, Orte, Häufigkeiten werden keine Daten erhoben.

Die Entscheidung bar oder unbar sollte eine Entscheidung bleiben, die der Verbraucher trifft, nicht eine, die für ihn getroffen wird.

Mit freundlichen Grüßen

Michael H. Heinz

Präsident des BDWi


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