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Arbeitsmarkt im Umbruch – was ist zu tun?

12.02.2018

Sehr geehrte Leser, in regelmäßigen Abständen werden Studien veröffentlicht, die den millionenfachen Verlust von Arbeitsplätzen in Deutschland voraussagen.


Ursache dafür ist die Digitalisierung. Es ist richtig, die Digitalisierung wird viele Branchen in unserem Land umkrempeln. Das ist aber noch lange kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. 

Wenn sich die Rahmenbedingungen ändern, ist Anpassung gefragt. Das gilt für Unternehmen, die ihre Geschäftsmodelle auf den neuesten Stand bringen müssen. Das gilt aber genauso für Arbeitnehmer. Heute zeigt sich ein deutlicher Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und (beruflicher) Bildung. Bei einer höheren Qualifikation sinkt die Betroffenheit von Arbeitslosigkeit. Der Anteil der arbeitslosen Akademiker beträgt gerade einmal 2,3 Prozent. Bei Menschen mit einer beruflichen Ausbildung steigt der Anteil auf 4,2 Prozent. Deutlich höher ist der Anteil der Betroffenen ohne berufliche Ausbildung. Dieser beträgt 19 Prozent. Nun lässt sich trefflich spekulieren, wo die meisten Arbeitsplätze in Folge der Digitalisierung verloren gehen werden. Sicherlich werden selbst Akademiker nicht gänzlich ungeschoren davonkommen. 

Durch die Brille des Arbeitsmarktpolitikers betrachtet, ist klar, wo das Risiko von Arbeitslosigkeit auch in Zukunft am größten sein wird. Wer heute ohne Ausbildung und formale Qualifikation dasteht, wird sich umso schwerer tun, wenn die Anforderungen an Arbeitnehmer auf dem Arbeitsmarkt spürbar anziehen. 

Wie sehen Lösungen aus? 

Wer keine formale Ausbildung hat, braucht einen möglichst nahtlosen qualifizierenden Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt. Wenn die ausgewählte Qualifizierungs- oder Weiterbildungsmaßnahme mit einer Beschäftigung Hand in Hand geht, kann dieses am besten gewährleistet werden. Eine Branche, in der dieses Prinzip umgesetzt wird, ist die Zeitarbeit. Das vorhandene Potenzial gilt es auszuschöpfen, bevor der zweite Arbeitsmarkt zum Zuge kommt. Alle Menschen haben eine Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt verdient. Wir müssen es ihnen nur zutrauen.     

Mit freundlichen Grüßen

Michael H. Heinz

Präsident des BDWi


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