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Meinungsaustausch mit Wolfgang Bosbach

11.07.2018

Bosbach diskutierte mit den Mitgliedern des BDWi.


Wolfgang Bosbach (4. v. l.)

Im Rahmen der Mitgliederversammlung des BDWi am 11. Juli hielt der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach eine Rede zum Stellenwert von politischem Engagement und gesellschaftlichen Zusammenhalt und zu den Auswirkungen der Digitalisierung. 

Politisches Engagement

Gerade einmal 1,8 Prozent der Deutschen sind Mitglieder in politischen Parteien. Auch Kirchen und Gewerkschaften verlieren Mitglieder. Die Kirchen seien nur noch zur „Jahreshauptversammlung“ am 24. Dezember gut gefüllt, erläuterte Bosbach. Das Problem seien aber nicht die - absolut betrachtet - niedrigen Zahlen. Das Problem sei, dass die für unsere Gesellschaft so wichtigen Institutionen in einem schleichenden Prozess immer schwächer werden würden. 

Der Begriff Politikverdrossenheit sei falsch. Richtiger sei es, von einer Politiker- oder Parteienverdrossenheit zu sprechen. Eine der Ursachen dafür sei, dass die Mehrzahl der Bürger anders denkt, als ihre Abgeordneten der großen Volksparteien in den Parlamenten. Das habe Auswirkungen auf das Wahlverhalten. Victor Orban weise immer wieder darauf hin, dass seine Partei Fidesz regelmäßig zu hart kritisiert werde. Wenn Fidesz aber abgewählt werde, drohe eine Machtübernahme der Partei Jobbik, die viel radikaler sei.  

Um radikale Parteien zurückzudrängen, müsse die Bundesregierung in der Sache Erfolge erzielen. Ein Überbietungswettbewerb in der Sprache sei nicht hilfreich. Das gilt genauso für den Streit über die Zurückweisungen an der deutschen Grenze.

Digitalisierung

Die Digitalisierung werde alles verändern, machte Bosbach deutlich. Es sei wichtig, sie als Chance zu begreifen. Einige Staaten - zum Beispiel im Baltikum - hätten vorgemacht, welche Verbesserungen in einer öffentlichen Verwaltung möglich sind. Wie rasant der Wandel voranschreite, zeige das Beispiel wechat in China. In dieser App werden mehr Finanztransaktionen abgewickelt als von allen chinesischen Banken zusammen.

Fazit

BDWi-Präsident Michael H. Heinz dankte Bosbach für die spannenden Impulse. Auch für die Zukunft bestehe ein großes Interesse an weiteren Gesprächen.     Bosbach würdigte das politische Engagement des scheidenden BDWi-Vizepräsidenten Wolfgang Waschulewski. Dieser habe sein Interessen stets hart in der Sache, aber immer fair und höflich vertreten.


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